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© fishy

vielleicht/vielleicht ist eine von elffriede & fishy initiierte Performancereihe im öffentlichen Raum, bei der die Protagonistinnen einen scheinbar abgezirkelten Raum neu ausloten und erforschen.

Zu dieser Erforschung entwickeln sie ihr eigenes Instrumentarium, indem sie eine Haltung einnehmen, die nichts weiß von der Abgezirkeltheit und diese nicht hinnimmt, sondern Ort, Zeit und Raum als freies Spielfeld betritt und den öffentlichen Raum selbst als Freiraum bespielt. Eine Haltung, die "leer" ist und die es ihnen ermöglicht, sich zu wundern. Und zwar über alles, was scheinbar bekannt, erledigt, abgehakt, beantwortet und selbstverständlich, - also eigentlich unsichtbar, undurchdringlich und "unfühlbar" geworden ist.

Mit diesem leeren Blick behandeln sie allgemein Ersichtliches als "unbekannten" Raum und unternehmen abenteuerliche Neuerforschungen mitten in ihn hinein. Da Forschung stets Fragen stellt, werden sie im Verlauf dieses Performance-Prozesses permanent Fragen aufwerfen, wie Maulwürfe beim Graben neuer Gänge durch das unbekannte Erdreich ihre Haufen aufwerfen.

vielleicht/vielleicht entwirft strukturelle und emotionale Gegenwelten und schaufelt verschlossene Universen frei, indem es dafür steht, Fragen zu stellen. Dadurch werden Raum und Zeit erweitert, der Mikrokosmos wird zum Makrokosmos, die Wand öffnet sich zum Fenster und der Ausblick auf unbekannte Welten offenbart sich als Spiegelbild des eigenen Selbst und vieler anderer Selbste. Hinterlassen wird nichts, außer die Spuren der Suche nach neuen Durchgängen, wie Maulwurfshaufen.



© fishy

vielleicht/vielleicht ein: Tafelbild
eine Performance von elffriede & fishy
Freitag, 18.12.2009

Dialog (Verkehrszeichnung)
ab 14 Uhr / öffentlicher Raum vor Brigittenauerlände 236, A-1200 Wien
(Ortsskizze und Lageplan)

Trialog mit Sir Tralala (Verkehrszeichnungsfilm und Musik)
18 Uhr / Kantine ASKÖ Bezirksverband Brigittenau, Zugang Hopsagasse 5, A-1200 Wien
(Lageplan)

mit freundlicher Unterstützung von Getdesigned und ASKÖ Bezirksverband Brigittenau


der Verkehrszeichnungsfilm

Ein Strich nach dem anderen, abwechselnd von elffriede und fishy. Die Verkehrszeichnung ist im Original bis Anfang 2010 vor der Brigittenauerlände 236 und als Film musikalisch begleitet von Sir Tralala hier zu sehen.


© elffriede & fishy

Zeichnung und Video elffriede & fishy
Musik Sir Tralala

Link COKOLIV


Videomitschnitt Trialog mit Sir Tralala


© Manfred Forster


Biografien

elffriede
rhetorische figur und interdisziplinäres aufzeichnensystem; installationen, auftritte, performances, lesungen, bücher, filme seit 2000. erstellt "stills" mit tusche, arbeitet in kombination von "neuen" und "alten" medien/projektionssystemen (zt. kollaborativ) als lebende seismographie, als resonanzkörper und katalysator interdisziplinärer prozesse; im zentrum stehen zeichnungen und texte (aufzeichnung) sowie found footage. einsatz der zeichenfeder als soundinstrument. lebt wohl in wien. weiterführende literatur/filme: elffriede.seismograph, edition ch/wien 2007 + elffriede.soundrawing, buch-cd (limited edition), wien-holland-estland/2007. aktuell: „die entstehung des nichts“ mit sabine maier.
www.elffriede.net

fishy
Hannes Wurm lebt, inszeniert und wirkt FALL/weise als Performancekünstler in Wien, u.a. Schauspielhaus Wien, Tanzquartier Wien, ImPulsTanz, dietheater Wien, brut Wien, donaufestival, ensemble für städtebewohner und das Schaufenster (Gründung 2003). Er arbeitet u.a. mit Andreas Berger, Christoph Coburger, elffriede, Andreas Hamza, Paul Horn, Barbara Kraus, Fritz Ostermayer, Sir Tralala, Peter Stamer, Oliver Stotz und Toni Wiesinger zusammen.
www.dasschaufenster.at

Sir Tralala
Der zurzeit hauptsächlich in Wien wirkende David Hebenstreit aka. SIR TRALALA ist einer der großen glorreichen Exzentriker dieses Musiklandes, wobei seine oft grenzgängerischen musikalischen Ausgeburten in ihrer manchmal scheinbaren Überdimensioniertheit dem Genius ihrer Vision (vor allem nach genauerer Betrachtung) durchaus gerecht werden. Mit anderen Worten: wo andere gerne auf Format- und Genre-Übererfüllung achten, gönnt es sich David Hebenstreit, seinen kreativen Vogel einfach frei fliegen und klingen zu lassen und sein musikalischer Background und Erfahrungsreichtum als Schaffender, sowie das langjährige Wirken im Bereich des Prekären ist ihm bei der anschließenden Umsetzung durchaus dienlich. Obwohl (oder vielleicht gerade auch deshalb weil) seine Bühnenpräsenz oftmals von einer gehörigen Portion Anarchismus geprägt ist, gilt SIR TRALALA mittlerweile als ausgezeichnete Marke für individuell-exzessiven Musikgenuss und neben vielen weiteren Projekten stellt der SIR seine instrumentalen Fähigkeiten auch in den Dienst der NEIGUNGSGRUPPE SEX, GEWALT und GUTE LAUNE. (BAWAG Contemporary)
www.sirtralala.net